1. Home
  2. /
  3. Insel Kirche

Die Inselkirche in Kloster auf Hiddensee ist nur ein kleines Gebäude. Tief aber ist sie mit der Geschichte der Insel Hiddensee und ihrer Menschen verbunden. Bis heute ist sie eine Stätte lebendigen Glaubens. Menschen vieler Orte und Konfessionen versammeln sich hier, um Gott zu loben, zu singen und zu beten, Stille und Trost zu finden oder um fröhlich zu feiern. Regelmäßig finden im Sommer Konzerte und Lesungen statt.

Die Wurzeln der Inselkirche reichen zurück in die Zeit der Zisterzienser. Im Jahr 1296 erhielten die Mönche die ganze Insel geschenkt, um hier zur Christianisierung der Region, ein Kloster zu gründen. Außerhalb des Klosters errichteten sie für die Fischer und Bauern die „Kirche vor dem Tore“, die 1332 geweiht wurde.

Auf den Grundmauern dieser Kirche wurde die Inselkirche gegründet, die, anders als das Kloster selbst, bis heute erhalten blieb. Über die Jahrhunderte wurde sie vielfältig umgebaut. Aus dem 18. Jh. Stammt die barocke Innenausstattung mit Empore und Kanzelaltar. Die Verbindung von Altar und Kanzel symbolisiert das reformatorische Verständnis, wonach Predigt und Abendmahl von gleicher Bedeutung für den Glauben sind. Das Taufbecken und der Taufengel kamen um 1750 in die Kirche. Noch immer werden, nach alter Tradition, auf Hiddensee alle Täuflinge mit frischem Ostseewasser getauft.

1922 wurde die Bemalung des Tonnengewölbes durch den Berliner Maler Nikolaus Niemeier ausgeführt. Der blaue Himmel über Hiddensee und die üppig blühenden Heckenrosen waren ihm wohl Inspiration bei dieser Arbeit. Sein Wunsch, Menschen damit Freude zu schenken, ist ihm eindrucksvoll gelungen. Die Decke der Inselkirche ist heute ihr Wahrzeichen und gemeinhin als »Hiddenseer Rosenhimmel« bekannt.

Die Orgel auf der Empore wurde 1943 von der Potsdamer Orgelbaufirma »Alexander Schuke Orgelbau« eingebaut. Sie umfasst zwei Manuale und ein Pedal. Mit ihrem Klang füllt sie bei Gottesdiensten und den wöchentlichen Orgelkonzerten kraftvoll die Kirche aus.

So wird sie auch zum Erntedanktag erklingen: „Nun lob, mein Seel, den Herren, was in mir ist, den Namen sein.“

Text: Pastor Konrad Glöckner

Weitere Informationen unter: www.kirche-hiddensee.de