"Gespalten; rechts in Blau ein nach links gewendetes goldenes Seepferdchen;
links in Gold eine blaue
Hausmarke, bestehend aus Sparrenkopfschaft, Mittelkreuzsprosse und erhöhter
Mittelkreuzsprosse sowie
einer vorderen Fußstrebe." Das Wappen der Gemeinde Seebad Insel Hiddensee
wird bestimmt durch die
Farben gold (gelb) und blau, die die jahrhundertealte Beziehung der Insel
Hiddensee zu Schweden
dokumentieren. Im dreißigjährigen Krieg fiel Hiddensee an das Königreich
Schweden und erst 1851 endete
diese Beziehung. Die Hausmarke ist eine Besonderheit der Insel Hiddensee.
Hausmarken haben sich in ihrer
Tradition nur auf Hiddensee und dem Fischerdorf Vitt auf Rügen gewahrt. Im Zuge
der Ostchristianisierung
brachten westfälische und friesische Siedler die Hausmarken mit auf die Insel
Hiddensee. Hausmarken
dienten der Markierung von Eigentum der jeweiligen Besitzer; Haus, Gerätschaften,
Vieh etc. wurden mit
Hausmarken zur Identifizierung des Eigentums versehen. Auf dem Friedhof finden
sich noch Grabstätten,
deren Steine lediglich die Hausmarke zeigen. Die hier dargestellte Hausmarke
lehnt sich an die vielfältige
Formengestalt Hiddenseer Hausmarken an, ist jedoch fiktiv. Gerade in den letzten
Jahren besinnen sich viele
junge Menschen der Insel wieder auf die Tradition der Hausmarken und führen
dieses Erbe der Insel und der
Väter fort. In der rechten Schildhälfte befindet sich ein Seepferdchen, das
symbolisch die geografische Form
der Insel wiedergibt. Der lange Schwanz stellt den Süden der Insel dar, den
sogenannten Gellen. Im Mittelteil
der Bauch des Seepferdchens, analog zur Geografie der Insel die breiteste Stelle
der Insel mit Salzwiesen und
der Hiddensee vorgelagerten Fährinsel. Der Kopf des Seepferdchens ist im
Dornbusch, dem Hochland der
Insel, dargestellt. Der Schnabel des Seepferdchens läßt sich vergleichen mit den
beiden Bessinen, den
Anlandungszonen im Nord-Ost-Teil Hiddensees. Die Gestalt der Insel ist immer
wieder durch die
Naturgewalten verändert worden. Die Figur des Seepferdchens bleibt jedoch eine
konstante Figur in den
natürlichen Veränderungen und Prozessen, denen Hiddensee immer wieder
ausgesetzt war.
Die Wappengenehmigung wurde mit Datum vom 29. Jan. 1998 erteilt.
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