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Elisabeth Büchsel (1867 – 1957)

Elisabeth Büchsel: Inselblick

Elisabeth Büchsel wurde am 29.01.1867 in Stralsund – als Tochter eines Tuchhändlers - geboren. Ihre Begabung wurde von den Eltern schon frühzeitig gefördert, ein Beruf als Malerin war für die Eltern jedoch nicht akzeptabel. Elisabeth Büchsel lernte schon bald die Schwierigkeiten kennen, welche für eine Frau mit diesem Berufswunsch verbunden waren. Durch die Begabung für Portraitmalerei gelang es ihr, Malunterricht und Studienaufenthalte zu finanzieren. Nach Studien in Dresden, Italien, Paris und der Bretagne, entdeckte sie 1904 mit 37 Jahren die Liebe zur Insel Hiddensee.

„Denn wozu in die Ferne schweifen? Ihre Wanderjahre hatten, geschult an der malerischen Avantgarde der Zeit, wohl zu einer persönlichen Handschrift in der Ausdrucksform geführt, nicht aber zu einem speziellen Thema, einer inhaltlichen Identität ihrer Bilder. Für eine gebürtige Stralsunderin schien das vor den Stadttoren gelegene Hiddensee nicht gerade eine originelle Entdeckung zu sein. Und dennoch – sieh’, das Gute liegt so nah! – fand Elisabeth Büchsel genau dort das Thema, jenes, das ihren Bildern das eigene Gepräge geben sollte. Ihre Charakterstudien galten alsbald den Gesichtern der Fischer; sie studierte die Eigenheiten der Bodden- und Strandlandschaft und ihrer Bewohner. Mit ihren Bildern, die vor 1915 entstanden, zahlte sie oft Kost und Logis auf der Insel. Auf das Jahr 1904 gehen Elisabeth Büchsels erste Inselbesuche zurück. Als der Vater einige Jahre später starb und ihr ein kleines Vermögen hinterließ, hatte sie sich entschlossen, das Geld in ein Haus in Vitte anzulegen. 1915 zog sie dorthin: „Gegen ein zinsloses Darlehen erhält Elisabeth Büchsel ein zwanzigjähriges Wohnrecht im Haus der Familie Gau in Vitte“, das sich am Süderende 35 befindet.“ (Quelle – Auf nach Hiddensee! Von Unda Hörner s. 46 bis 48)

Elisabeth Büchsel blieb zeitlebens allein, vielleicht um sich ganz der Malerei witmen zu können. Heute wird sie oft als die„Malerin von Hiddensee“ bezeichnet. Zahlreiche ihrer Werke befinden sich noch immer im Familienbesitz der Hiddenseer.